Umbau und Sanierung: Ihr bestehendes Haus weiterbauen

Ein älteres Haus hat Substanz, Geschichte und meist mehr Möglichkeiten, als man auf den ersten Blick sieht. Wir planen Umbauten und Sanierungen in Burgdorf, im Emmental und in der Region Bern – vom ersten Rundgang bis zur Bauleitung, mit Materialien, die zum Bestand passen.

Wann ein Umbau zum Thema wird

Sie haben ein Haus gekauft – oder überlegen es sich.

Bevor Sie kaufen oder planen, wollen Sie wissen, was in der Substanz steckt und mit welchen Kosten Sie rechnen müssen.

Die Familie verändert sich.

Kinder kommen dazu oder ziehen aus, jemand arbeitet zuhause, das Alter rückt näher: Der Grundriss soll mitwachsen.

Das Haus ist in die Jahre gekommen.

Heizung, Dach, Fenster, Dämmung – oft steht mehreres gleichzeitig an. Wir ordnen, was zusammengehört und was warten kann.

Es gibt einen Verdacht.

Feuchte Wände, Schimmel, alte Holzschutzmittel oder Asbest: Wir klären, was untersucht werden muss, bevor Sie investieren.

So begleiten wir Ihren Umbau

Vom ersten Rundgang bis zur Übergabe – in vier Schritten und mit einer Ansprechperson.

  • Bauidee-Check: vor Ort, bis zwei Stunden, ab CHF 280.–. Substanz, erkennbare Risiken, Potenzial und die nächsten Schritte. Mehr zum Bauidee-Check
  • Bestandsaufnahme: Aufmass, Zustand der Bauteile, bei Bedarf 3D-Scan des Gebäudes. Wo nötig, ziehen wir Fachstellen für Schadstoff- oder Feuchtemessungen bei.
  • Projekt und Bewilligung: Varianten, Kostenschätzung, Baugesuch. Wie das Baugesuch im Kanton Bern abläuft
  • Ausführung und Bauleitung: Ausschreibung, Vergabe, Termine und Kosten auf der Baustelle. Mehr zur Bauleitung

Sie entscheiden nach jedem Schritt, ob und wie es weitergeht.

Morscher Balkenkopf der ersetzt werden muss
Hanfkalksteine als Innendämmung im Dachgeschoss

Materialien, die zum Bestand passen

Alte Häuser sind aus Stein, Ziegel, Holz und Kalk gebaut. Sie funktionieren anders als ein Neubau: Feuchtigkeit muss austrocknen können. Deshalb wählen wir Dämmungen und Putze, die mit dem Bestand zusammenarbeiten:

  • Hanfkalk oder Holzfaser als Innendämmung, wenn die Fassade erhalten bleiben soll
  • Lehm– und Kalkputze statt Gipsplatten
  • Holz aus der Region für Böden, Decken und Einbauten

Naturbaustoffe sind bei uns kein Selbstzweck. Wo Beton oder Stahl die bessere Lösung sind, setzen wir sie ein. Mehr zu unserem Ansatz: Baubiologie und Architektur.

Raum, Licht und Atmosphäre gehören dazu

Ein Umbau ist auch die Chance, Räume neu zu ordnen: wo man ankommt, wo man zusammensitzt, wo man Ruhe findet.

Auf Wunsch fliesst eine Feng-Shui-Analyse des Grundrisses in die Planung ein – als zusätzlicher Blick auf den Entwurf, nicht als Pflicht.

Angeschrägte Fensterlaibungen, damit mehr Licht in den Raum kommt.

Umbauten aus unserer Praxis

Viele unserer Referenzen liegen im Aargau und in Solothurn. Heute arbeiten wir von Burgdorf aus vor allem im Emmental und in der Region Bern.

Fassade nach dem entfernen vom Fassadengerüst

Wohnhaus von 1915, Wangen bei Olten SO →

Gebaut 2023

Ausgangslage: Bruchstein- und Ziegelbau, mehrfach umgebaut, Schimmel an vielen Wänden.
Eingriff: Kernsanierung. Alte Schichten entfernt, Mauerwerk repariert, Dach saniert, Dachzimmer in Massivholz. Lehmbauplatten und Lehmputze statt Gipsfaserplatten, Stückholzofen mit Pufferspeicher.
Unsere Rolle: Vorstudie bis Bauleitung.

Vorschaubild in der Referenzübersicht

Wohnhaus von 1910, Reinach AG →

Gebaut 2024

Ausgangslage: Ziegelbau mit Fachwerk, mehrfach renoviert. Balkenköpfe über den Heizkörpern morsch, PCB und Asbest vorab entfernt.
Eingriff: Fassade erhalten, Dämmung nach innen: Hanfkalk im Dachgeschoss, Holzfaser in Erd- und Obergeschoss. Fachwerk freigelegt, Balkenköpfe einzeln geprüft und ersetzt, Radon gemessen.
Ergebnis: Das Fachwerk ist wieder sichtbar, Wände und Decken sind ohne Kunststoff aufgebaut.

Fachwerkfassade zur Quartierstrasse

Wohnhaus von 1840, Bad Zurzach AG →

Umbau 2024–2025 · Erfolgskontrolle offen

Ausgangslage: Bei der Bestandsaufnahme zeigte sich, dass bei einer früheren Sanierung Holzschutzmittel (PCP, Lindan) verwendet wurden.
Eingriff: Aufteilung in zwei Wohnungen, Trenndecke mit Hanfschüttung, belastetes Holz im Pilotverfahren behandelt, Nachtspeicheröfen durch Wandheizungen ersetzt, Lehm- und Kalkputze.
Stand: Die abschliessende Raumluftmessung steht noch aus. Wir berichten offen darüber: Erfahrungsbericht im Magazin.

Aussenansicht an Mühle nach Umbau

Schlossmühle Aarau →

Gebaut 2020

Ausgangslage: Mühle von 1976, offener kalter Dachraum, kein Keller.
Eingriff: Dachraum gedämmt und unterteilt, Keller in den Fels gebaut, Nordwand mit Lehmputz und Heizschlaufen.
Ergebnis: Museum, Laden und Müllerstube unter einem Dach. Unsere Rolle: Vorstudie bis Bauleitung.


Wissen, was in Ihrem Haus steckt.

Im Bauidee-Check schauen wir uns Ihr Haus vor Ort an – bis zwei Stunden, ab CHF 280.–. Sie erhalten ein klares Fazit und wissen, welcher nächste Schritt sinnvoll ist.

Architekten in Burgdorf · Emmental und Region Bern

Häufige Fragen zum Umbau

  1. Was kostet ein Umbau?

    Das hängt stark vom Zustand und vom Umfang ab. Eine seriöse Zahl gibt es erst nach dem Blick auf das Haus. Im Bauidee-Check erhalten Sie einen ersten groben Kostenrahmen, im Projekt eine Kostenschätzung.

  2. Braucht mein Umbau eine Baubewilligung?

    Das hängt vom Eingriff ab. Arbeiten im Innern sind oft bewilligungsfrei, Änderungen an Fassade, Nutzung oder Volumen meist nicht. Wir klären das früh mit der Gemeinde. Mehr dazu: Baugesuch im Kanton Bern.

  3. Wie lange dauert ein Umbau?

    Planung und Bewilligung brauchen meist mehrere Monate. Wie lange genau, hängt von der Gemeinde, der Vollständigkeit der Unterlagen und allfälligen Einsprachen ab. Die Bauzeit richtet sich nach dem Umfang. Einen realistischen Zeitplan erhalten Sie mit dem Projekt.

  4. Kann ich während des Umbaus im Haus wohnen?

    Bei Teilumbauten oft ja, bei einer Kernsanierung selten. Wir planen die Etappen so, dass Sie wissen, wann welche Räume nicht nutzbar sind.

  5. Mein Haus ist vor 1990 gebaut – muss ich mit Schadstoffen rechnen?

    In Häusern, die vor 1990 gebaut oder renoviert wurden, kann Asbest vorkommen. Auch PCB in Fugen oder alte Holzschutzmittel sind möglich. Ob etwas verbaut ist, zeigt nur eine Untersuchung. Wir sagen Ihnen, wo ein Verdacht besteht und wann sich eine Beprobung vor dem Umbau lohnt.

  6. Umbauen oder neu bauen?

    Das hängt von Substanz, Lage und Baurecht ab. Wir vergleichen beide Wege, bevor Sie sich festlegen. Einen Überblick gibt unser Beitrag Umbau planen.