Balkendecken erneuern – Was Sie wissen sollten
Wenn Sie für einen Umbau Balkendecken erneuern möchten, gibt es einige Faktoren zu beachten. Normalerweise verlaufen die Deckenbalken nach aussen einige Zentimeter in die Aussenwand. Ehe man etwas an der alten Decke verändert, sollte man sich die Zeit nehmen und die Balkenköpfe in der Aussenwand freilegen.
Die Balkenlagen in alten Gebäuden sind oft ziemlich durchgehangen aufgrund der vielen Jahre. Es gibt die Möglichkeit, sie seitlich zu verstärken, um den Boden gerade wiederherzustellen. Ausserdem kann man, wenn man schon dabei ist, den Schallschutz mit einfachen Massnahmen verbessern.
Balkenköpfe kontrollieren
Bevor man etwas an der Decke macht, sollte man die Balkenköpfe kontrollieren, ob diese genügend Auflager haben oder evtl. über die Jahre in der Aussenwand sogar morsch wurden.

Überprüfung auf Schäden
Im Laufe der Jahre können diese Balkenköpfe aus verschiedenen Gründen beeinträchtigt worden sein. Sei es durch Bitumenbeschichtung, Dachpappe oder andere Absperrungen, die dazu führten, dass dort Wasserdampf eingeschlossen wurde und die Balkenköpfe verrotten konnten.
Ist dies der Fall, das hier die Stabilität nicht mehr gegeben ist oder die Konstruktion Gefahr läuft, das dies in Zukunft passiert? Müssen hier Massnahmen getroffen werden.

Auflager Fläche
Damit ein Balkenkopf mit genügend Sicherheit aufliegt, sollte er mind. 10 cm im Mauerwerk Flächen schlüssig liegen.
Balkenköpfe nicht dicht einpacken
Balkenköpfe benötigen ihre Freiheit, um optimal zu funktionieren. In den gezeigten Bildern wurden die Balkenköpfe mit Dachpappe (im Jahr 1910) eingefasst, was teilweise zu Verrottungen führte. Daher ist es am besten, die Balkenköpfe mit einem 10 cm Auflager in der Wand ohne zusätzliche Umhüllung zu belassen.

Balkenköpfe wieder einmauern mit Vorteilen
Eine gute Lösung, um die Balkenköpfe stabil zu machen und unerwünschte Bewegungen zu vermeiden, besteht darin, sie wieder einzumauern. Hierbei empfiehlt es sich, ein Material mit geringerer Ausgleichsfeuchte als Holz zu verwenden, beispielsweise Hanfkalk, Biotherm von der Firma HAGA oder Zementmörtel. Durch das Einmauern der Balkenköpfe wird ihre horizontale Position fixiert. Gleichzeitig sorgt das Material mit niedrigerer Ausgleichsfeuchte dafür, dass eventuell entstehende Feuchtigkeit im Holz im Laufe des Jahres zu Zement oder Biotherm wandert.
